Der Generalstabschef der Israelischen Verteidigungsstreitkräfte (ZAHAL), Generalleutnant Gabi Ashkenazi, hat am Montag die Ergebnisse der Untersuchung in Bezug auf die Übernahme der Gaza-Flottille durch die israelische Marine am 31. Mai erhalten, die ein Team unter der Leitung von Generalmajor Giora Eiland nun vorgelegt hat. Generalstabschef Ashkenazi hatte die aus acht Offizieren bestehende Gruppe ernannt, um den Einsatz gegen die Flottille – die Vorbereitungen, das konkrete Vorgehen und mögliche Alternativen – zu prüfen. Hinsichtlich des Einsatzes der Marinesoldaten stellt der Bericht fest, diese hätten angemessen, tapfer und professionell agiert; die Entscheidungsfindung der Kommandozentrale sei korrekt verlaufen. Ebenso sei der Einsatz von Schusswaffen gerechtfertigt gewesen. Generalmajor Eiland betonte, der Schaden, den die Operation Israel eingebracht habe, sei aus einigem Abstand betrachtet nicht so schwer, wie es unmittelbar danach den Anschein gehabt habe. Die Tatsache, dass die israelische Armee sich selbst überprüfe, während andere dies nicht täten, würde freilich im Ergebnis dazu führen, dass nur ihre Fehler publik würden. Weitere Informationen zum Thema finden Sie hier. (Israelische Verteidigungsstreitkräfte, 12.07.10) *******************************************************
Israelische Marineeinheiten haben am frühen Morgen des 31. Mai sechs Schiffe abgefangen, die versuchten die Seeblockade des Gaza-Streifens zu durchbrechen. Dies geschah nach zahlreichen Warnungen Israels und der israelischen Marine vor der Aktion. Israelische Einsatzkräfte wurden vom Boot der Gaza-Flotille mit scharfer Munition und Waffen angegriffen. Eines der benutzten Gewehre war einem Soldaten zuvor entrissen worden. Die Demonstranten hatten den Einsatz von Gewalt offensichtlich geplant. Aktuelle Informationen zu diesem Ereignis entnehmen Sie bitte unserem täglichen Newsletter: 7. Juni 2010 4. Juni 2010 3. Juni 2010 2. Juni 2010 1. Juni 2010 Stellungnahmen: IDF (Israeli Defense Forces) Staatspräsident Sh. Peres Ministerpräsident B. Netanyahu. Vize-Außenminister Dany Ayalon. Botschafter Aviv Shir-On: "Israel hat ein Recht auf Selbstverteidigung. Auch gegen Menschen, die sich humanitäre „Friedensaktivisten“ nennen und versuchen die Seeblockade von Gaza zu durchbrechen, damit eine permanente Seefrachtlinie nach Gaza entstehen kann. Dies würde einen massiven Nachschub von Waffen und anderen unkontrollierten Lieferungen für die Hamas zur Folge haben.
Israel hat alles nur Mögliche getan, um Regierungen und die Organisatoren dieser Flottille zu überzeugen, die legale und humanitäre Fracht nach Gaza über den Hafen von Ashdod zu transportieren. Die Gewalt, die diese Aktion begleitet hat, beweist, dass eine große Zahl der Teilnehmer nicht nur mit friedlichen Absichten gekommen ist. Die Tatsache, dass auf fünf von den sechs Schiffen alle Passagiere unversehrt geblieben sind, zeigt, dass die Gewalt nicht von den Soldaten initiiert oder absichtlich angewandt wurde." (Botschaft des Staates Israel, 1. Juni 2010) Videos: 1. Video - Warnung der IDF an die Flotte. 2. Video - Passagiere der Mavi Marmara greifen Soldaten der israelischen Marine an. 3. Video - israelischer Soldat beschreibt den Angriff eines Mob an Bord der Mavi Marmara (Schiff der Gaza-Flottilla). Weitere Informationen in diesem Zusammenhang: "Talking Points" "Legal Points" Weitere Rechtliche Aspekte.
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